Kirchenbeschreibung / Geschichte
Ebing und unsere Pfarrkirche haben eine lange Vorgeschichte. Bereits im Jahr 800 wurde Ebing urkundlich erwähnt, erste Hinweise auf eine Kapelle bzw. Kirche finden sich im 13. und 14. Jahrhundert, der gotische Turm geht auf das 15. Jahrhundert zurück.

Die heutige ortsbildprägende Kirche wurde in den Jahren 1766/68 gebaut. Große Teile der Ausstattung entstanden in dieser Zeit.
Im Hochaltar sehen wir den Kirchenpatron Jakobus als Pilger, flankiert von den Figuren der hl. Barbara und des hl. Josef.


Der linke Seitenaltar birgt die Darstellung des gegeißelten Heilands, umrahmt von den Figuren der beiden Märtyrer Stephanus und Laurentius
Der Marienaltar auf der rechten Seite zeigt die Himmelskönigin, die beiden Skulpturen werden als hI. Josef und hI. Joachim gedeutet. Weitere Heiligenfiguren aus der Barockzeit im Kirchenraum stellen den hl. Sebastian und den Apostel Jakobus sowie den hI. Wendelin dar.

Kirchengeschichte
Von ca. 800 bis ca. 1300 gehörte Ebing zur Urpfarrei Altenbanz, von ca. 1300 bis 1871 zur Pfarrei Rattelsdorf. Von Anfang an bemühten sich die Ebinger durch Eigenfinanzierungen und Geldopfer um die kirchliche Selbständigwerdung.
Die Kirchengeschichte zeigt, dass die Ebinger Ortsbevölkerung um ihres Seelenheiles willen sich „ihre“ Pfarrei durch Eigenfinanzierung und große finanzielle Opferbereitschaft selbst geschaffen hat.
Ebing ist im besten Sinne eine Volkskirche, d.h. Kirche „von unten“, die nicht von der kirchlichen Obrigkeit initiiert worden ist, sondern durch die Eigeninitiative und Hartnäckigkeit der Ebinger selbst.

Die Ebinger haben im Laufe der Geschichte mehrfach, vor allem im Zusammenhang mit der Pfarreierhebung 1871 gezeigt, dass sie bereit waren, diese Pfarrei mit Pfarrkirche, Pfarrhaus und Friedhof endlich selbstständig zu bekommen, große persönliche finanzielle Opfer zu erbringen, sogar ihre Ersparnisse und Liegenschaften der neu zu errichtenden Pfarrei zu überlassen. Pfarrkirche, Pfarrhaus und Friedhof sind im besten Sinne des Wortes Gemeinschaftseigentum der Ortsbevölkerung Ebings.
Was die Ahnen unter harten Opfern geleistet und gestiftet haben, gilt es zu bewahren und den nachfolgenden Generationen zur Verfügung zu stellen!